Im Vorfeld gab es unter den Schülerinnen und Schülern einige Bedenken. Von „Bettwanzen“ über „Hilfe, die Brennerautobahn!“, „Taschendiebe nehmen dir alles weg.“ bis hin zu „Das Wetter wird schlecht!“ mussten sich die Lehrkräfte vieles anhören. Der trockene Kommentar „Wir werden schon nicht gleich sterben!“ von Herrn Wölki sorgte da schnell für Ruhe und so starteten wir noch in der Dunkelheit am Montagmorgen Richtung Italien.
Schnell waren Gepäckstücke, Kinder und Lehrkräfte in den Bus verräumt und Vladimir - der einzig durch unseren Joker Laura verstanden werden konnte - düste mit uns los.
Der Campingplatz entpuppte sich als sehr sauberer, warmer und schöner Ort, die Gaskocher wurden professionell durch Herrn Wittmanns Hilfe erklärt und Zufriedenheit stellte sich ein. Es wurde fröhlich gekocht und auch der heimische Sportplatz sorgte für beste Unterhaltung, zumal noch andere Schülerinnen und Schüler aus Bayern großes Interesse an uns Peißenbergern zeigten.
Dienstag stand Florenz auf dem Programm. Die überfüllte Straßenbahn in die Stadtmitte meisterten wir mit Bravour, ebenso die volle Stadt. Dass einige von uns zum falschen Treffpunkt liefen, der darüber hinaus Höhenmeter bedeutete, wurde erneut mit „Wir werden schon….“ quittiert. Daher hörte man auch bei der eher langen Stadtführung und der verspäteten Ankunft in den Bungalows kaum noch Gejammer.
Der nächste Tag stand im Zeichen des schiefen Turms. Pisa bei wunderbarem Sonnenschein - was will man mehr? Nach den obligatorischen Fotos am Turm blieb sogar noch Zeit für einen Bummel in der schönen Stadt und einige Souvenirs konnten ergattert werden. Am Nachmittag fiel die Wahl schwer zwischen Chillen am Pool oder Gang an den Strand. Beide Optionen erwiesen sich als traumhafter Zeitvertreib und so konnten wir groß(s)artige Bilder schießen und die Füße in das noch immer warme Meer tauchen. Locker klang der Tag aus, auch wenn es einigen Schülerinnen zu viel wurde, dass Schüler fremder Klassen ständig ihre Nähe suchten. Zum Glück konnten unsere eigenen Schüler mit diversen Essenseinladungen dagegenhalten.
Donnerstag. Puh! Schon am Morgen wurden wir von Regenschauern geweckt. Können wir so überhaupt die Cinque Terre mit dem Schiff erkunden? Herr Brennauer meinte, der Regen würde sich verziehen und außerdem „Wir werden schon nicht…“. Tatsächlich kamen wir alle munter auf das Boot und begannen eine heitere Fahrt. Bei starken Wellen jedoch verging so manchen von uns Appetit, Freude und Lachen. Kurzum: Selbst Herr Wölki nahm von seinem Spruch Abstand und nach einer Stunde des Durchschüttelns erklärten einige Schülerinnen und Schüler mitsamt drei Lehrkräften: „Vorher laufe ich zurück, auf dieses Schiff gehe ich nicht nochmal!“ Zugegebenermaßen hatte der Großteil riesigen Spaß bei der Rückfahrt, während der Rest mit dem Zug Vorlieb nahm. So kam es, dass wir Frau Lang, Herrn Gros und Herrn Wittmann mitsamt den tapferen Mitfahrern erleichtert in Empfang nahmen, um für den letzten Abend den Campingplatz anzusteuern.
Der Abschied am kommenden Morgen fiel nicht schwer, dafür sorgte das kalte Wetter. Erledigt und glücklich stiegen wir in den Bus, der komischerweise in den letzten Tagen einige Kratzer erlitten hatte. Ruhe machte sich breit und Vladimir steuerte in rasantem Tempo die Heimat an, so dass wir am Abend wohlbehalten in Peißenberg ankamen.
Fazit:
Niemand beklaut, niemand bestohlen, keine Bettwanzen, keine Unfälle, alle wohlbehalten, alle zufrieden!
Ein herzliches Dankeschön an Frau Lang und Herrn Brennauer, die diese Fahrt möglich gemacht und geplant haben!


