Schullandheim der fünften Klassen

"Ich liebe Schnee! Alles ist wie verzaubert!", rief eine Schülerin begeistert, als wir aus dem Bus bei Schloss Linderhof ausstiegen. In der Tat – der Wintereinbruch eine Nacht vor unserem Aufbruch in das Schullandheim Oberammergau verwandelte die Landschaft in ein weißes Märchenland. Passend zu unserem ersten Programmpunkt – Schloss Linderhof. Dort kamen wir aus dem Staunen nicht mehr heraus: Spiegelsaal, mit Blattgold verzierte Wände, riesige Kronleuchter, Wagner-Musik und das Tischlein-deck-dich – einfach märchenhaft!

Zurück ging es dann zu Fuß über den Kohlbachweg. Dieser entpuppte sich als ein wahres Winterabenteuer: Wir bahnten uns den Weg durch die verschneite Landschaft, im Gepäck unsere riesen Schneekugel. Einige waren so begeistert, dass sie sogar die komplette Strecke (12 Kilometer!) bis zur Jugendherberge zu Fuß zurücklegten.

Nach dem Abendessen stand dann noch ein zweites Highlight an: Schnupperklettern an der hauseigenen Kletterwand.  Da hieß es zusammenarbeiten, sich gegenseitig sichern und vertrauen. So manch einer wuchs über sich hinaus und schaffte es sogar bis ganz nach oben!

Am nächsten Morgen stand eine Führung im Kloster Ettal auf dem Programm. Dort führte uns Pater Thaddäus durch das Kloster. Wir staunten nicht schlecht, als er uns die über 650 Jahre Benediktinerabtei zeigte und uns einen Einblick in seinen Alltag gab. Zurück ging es dann zum Leidwesen einiger wieder zu Fuß – durch die wunderschön verschneite Landschaft entlang der Ammer.

Für viele entpuppte sich der letzte Programmpunkt des Tages – unsere Nachtwanderung – als echter Höhepunkt. Ausgestattet mit Stirn- oder Taschenlampen und einer Fackel machte sich jede Klasse für sich auf den Weg. Vorsichtig, einige Hand in Hand und mit einem mulmigen Gefühl, bahnten wir uns den Weg durch die kalte Winternacht und bestaunten den Sternenhimmel. Glücklich und erschöpft fielen alle ins Bett und schliefen, im Gegensatz zur ersten Nacht, tief und fest.

Dann hieß es auch schon wieder Koffer packen und auschecken. Doch bevor uns der Bus wieder abholte, besuchten wir noch das Reptilienhaus mit seinen über 130 Tieren. Besonders beeindruckte uns der Grüne Leguan, der uns durch das Glasfenster regelrecht anstarrte, und die blauen Pfeilgiftfrösche, wie sie da so leuchtend auf ihren Blättern saßen.

Ja, unser Schullandheimaufenthalt war ein ganz besonderer, nicht zuletzt wegen der vielen Wanderei, der spannenden Programmpunkte und der verzauberten Winterlandschaft.

Abschließend geht ein großes Dankeschön an unsere Tutoren sowie Kolleginnen und Kollegen, die uns begleitet und tatkräftig unterstützt haben!