Wandern, Seilbrücken bauen und Eis essen

Müde, erschöpft aber zufrieden sitzen die Schülerinnen und Schüler in der Pension Gatterer beim Abendessen. Es gibt Hähnchenschnitzel mit Kroketten, Bohnen und Salat. Als Salatspeise wird Panna Cotta serviert. Draußen wird es langsam dunkel, die Sonne verschwindet hinter dem Steinernen Mandl, den Berg, dessen Gipfel sich die Siebtklässler vorher erwandert hatten.

Mit der Jochtalbahn waren sie zunächst nach oben gefahren. Die restlichen 150 Höhenmeter auf den 2.150 m hoch gelegenen Gipfel mussten die Jugendlichen dann aber selbst zurücklegen. Oben angekommen konnte man bis nach Sterzing sehen, das Pustertal hingegen war von einer Wolkenschicht bedeckt. In der strahlenden Mittagssonne ging es nun auf den Rundweg zur Noggalm, wo nicht nur ein toller Spielplatz, sondern jede Menge Südtiroler Spezialitäten warteten. Nach ausgiebiger Rast ging es nun teilweise über die Skipiste 500 Höhenmeter hinab nach Vals, das Hochtal, das für fünf Tage das Zuhause der 11 – 13-Jährigen war.

Doch in Vals wurde nicht nur gewandert. Am Mittwoch mussten die Schüler eine Brücke über einen Wildbach bauen. Dazu standen ihnen nur Seile, Karabiner und ein Klettergurt zur Verfügung. Unter der Anleitung zweier Outdoor-Spezialisten waren die Ersten bereits nach etwas mehr als einer Stunde fertig und konnten den Bach trockenen Fußes überqueren. Dass es dabei bei der zweiten Gruppe regnete und nur 7 °C hatte, störte die wenigsten. Die erste Gruppe, die eine Woche zuvor die Brücke gebaut hatte, genoss das schöne Wetter und ging gleich weiter zur Fane-Alm, um dort die Mittagssonne zu genießen. Die zweite Gruppe hingegen zog es wieder in die warme Pension, von wo sie der Bus nach Brixen brachte, wo die digitale Stadtrallye auf sie wartete.

Am Donnerstag ging es dann in den Hochseilgarten ins Pustertal. Bei optimalem Wetter durften sich die Schülerinnen und Schüler nach einer kurzen Einweisung selbstständig durch die verschiedenen Parcours hangeln. Da wurden ganz schnell die anspruchsvollen und schwierigen Routen bevorzugt. Selbst nach drei Stunden andauernder sportlicher Betätigung waren die meisten immer noch nicht müde, doch der nächste Termin stand bereits auf dem Plan. Mit dem Bus ging es nach Bruneck (Gruppe 2), die andere Gruppe fuhr nach Brixen.

In Bruneck gab es dann ein Eis auf Kosten des Busfahrers, der von den Schülerinnen und Schüler so begeistert war, dass er zwei Kugeln pro Schüler spendierte. Nun ging es zum letzten Mal die 700 Höhenmeter von Mühlbach im Pustertal mit dem Bus nach oben in das Hochtal, wo ja bekanntlich das Abendessen bereits wartete.

Nach dem Panna Cotta begaben sich die Jugendlichen dann noch auf eine Fackelwanderung auf dem Valser Rundweg. Dabei erleuchteten die Fackeln die dunklen Wege durch den Wald entlang des rauschenden Baches, den die Schüler noch zwei Tage zuvor mit ihrer Seilbrücke überquert hatten.